Joseph Taddäus von Klebelsberg zu Thumburg Zitieren
† 14. Dez 1765, Dekan

Auftraggeber von
Kurzbiografie 

Joseph Taddäus von Klebelsberg zu Thumburg, Dekan zu Stilfes von 1741 bis 1765, stammte von dem Ansitz Thumburg bei Sterzing und war Doktor der Theologie und Domherr zu Innichen. Er wirkte als Pfarrer und Dekan zu Sillian bevor er 1741 Johann von Recordin (gest. 1781), der sich auf seine Domherrenpfründe in Regensburg zurückgezogen hatte, in Stilfes nachfolgte.[1]

Der Vertrag mit Josef Adam Mölk zur Ausmalung der Wallfahrtskirche von Maria Trens datiert vom 15. Dezember 1753. Mölk übernahm darin den gesamten Umbau und die Restaurierung. Genannte Baumaßnahmen umfassen das Herausschlagen der Gewölberippen, die Stuckaturarbeiten, das Durchbrechen zwei neuer Fenster über der „Seitenkirchthür“ und neben dem Hochaltar sowie die Ausmalung. Der Vertrag stipulierte, dass die Arbeiten beginnen sollten, sobald Mölk eine Arbeit in St. Leonhard in Passeier abgeschlossen hätte.[2] Vereinbartes Honorar waren 700 fl., die Arbeiten hatte Mölk vorerst vorzufinanzieren.[3]

Zu den 700 fl. trugen die Kirche und die Gemeinde jeweils 300 fl. bei, die restlichen 100 fl. wurden durch Sammlungen aufgebracht. [4]

Klebelsberg verstarb am 14. Dezember 1765 im Alter von 82 Jahren. Von seiner beträchtlichen Hinterlassenschaft wurde eine Stiftung für die Armen der Pfarre Stilfes eingerichtet.[5]

 

[1] Sparber 1945, 90. Zu Recordin siehe ebd. 88 f.; Schmid 1912, 123 f. sowie Catalogus personarum ecclesiasticarum Dioecesis Brixinensis (1769) 4, 10. Liquidation zwischen Recordin und Klebelsberg inklusive genauer Abrechnung und Inventur der im Widum vorhandenen Gegenstände vom 31. Dezember 1740 siehe Schmid 1912, 146, No. 660.

[2] Schmid 1912, 160, no. 754. Es ist nicht bekannt um welchen Auftrag es sich in St. Leonhard handelte und ob dieser durchgeführt wurde. 1753 stattete Mölk jedenfalls die Pfarrkirche im nahe gelegenen Sterzing und die Pfarrkirche St. Andreas in Ratschings mit Fresken aus. Zu Ratschings siehe ebd., S.25; sowie Südtiroler Denkmalpflegeamt, http://www.provinz.bz.it/denkmalpflege/themen/1071.asp?status=detail&id=16651.

[3] Schmid 1912, 160, no. 754.

[4] Schmid 1912, 160, no. 754.

[5] Schmid 1912, 148 f.

 

Zuletzt aktualisiert am: 24.02.2016

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Forschungsplattform Erdteilallegorien im Barockzeitalter / Research Database Continent Allegories in the Baroque Age

Nirgendwo hat der Barock eine solche Dichte an Allegorien der vier Erdteile – Europa, Asien, Afrika und Amerika – hervorgebracht wie im Süden des Heiligen Römischen Reiches. In ihnen manifestieren sich die Vorstellungen des Barock von der Gestalt der Welt, ihrer politischen, sozialen und spirituellen Ordnung, vom Fremden wie vom Bekannten. Diese einzigartige Sammlung dokumentiert Darstellungen der vier Erdteile in Fresken, Stuck, Gemälden oder Skulpturen in ihren ursprünglichen Ausstattungskontexten. Baugeschichten sind ebenso erfasst wie Künstler und Auftraggeber.

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Allegories of the four continents – Europe, Asia, Africa, and America – were an extremely popular iconographic motive during the baroque era. It was most prevalent in the Southern Parts of the Holy Roman Empire. These allegories express/manifest/carry the imagination/conception/vision of the baroque of the shape of the world, its political, social, and spiritual order as well as of foreign and familiar things. This unique collection documents depictions of four continents in frescoes, stucco, paintings or sculptures in their place of origin. The historical contextualization contains the building history as well as artists and principals.

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